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Der Start in das selbständige Leben

Normalerweise kommt der Erstsemesterstudent / die Studentin gerade frisch aus dem Abitur und fängt nun an der Hochschule an, sich in einem völlig neuen Bereich zu bewegen. Studentenratgeber nennen hier zwei Bereiche, in denen Neues auf den jungen Erwachsenen zuströmt:

  • Zum einen bist Du wahrscheinlich gerade frisch von zuhause ausgezogen. Du befindest Dich in einer neuen Stadt. Eine Wohnung will organisiert werden und das zusammen mit all den anderen Dingen, die zu einer solchen Wohnung gehören, wie Internet, Telefon, Einkaufen von Lebensmitteln, Putzen oder auch Wäschewaschen. Da dies normalerweise die Eltern übernommen haben, ist dies nun plötzlich sehr neu und man merkt, welche Arbeit es macht. Dann möchte man gerne Anschluss an andere Studenten und Studentinnen finden, möglichst auch die seines Fachbereiches Informatik. Hier bietet es sich an, schon bei der Wohnung entsprechend zu planen. In der Nähe des Ortes, wo die Vorlesung stattfinden, sammeln sich in den Wohnungen meist auch vermehrt Studierende dieses Fachbereiches an, so dass man schnell auf Gleichgesinnte trifft. In Wohnheimen ist man unter sich. Noch enger rückt man in einer WG (Wohngemeinschaft) zusammen, lernt hier allerdings auch jede Menge neue Leute kennen, die einen dann wieder stark vom Studium ablenken können. Wer lieber unter sich bleiben möchte, der zieht privat ein entsprechendes Apartment. Mittlerweile lassen sich diese recht gut im Internet auf diversen Seiten finden. Aber Vorsicht: Zu Beginn des Wintersemesters ziehen viele neue Leute in die Wohnungen ein, weshalb der Wohnungsmarkt verknappt. Zu Weihnachten gibt es dann meistens schon wieder die ersten Leerstände.
  • Zum anderen muss das Studentenleben organisiert werden. Wo finden überhaupt meine Veranstaltungen statt? Welche zusätzlichen Hilfsmittel benötige ich? Für einen Informatikstudenten / Studentin ist heutzutage ein Notebook Pflicht, denn viele Aufgaben werden praktisch am Rechner erledigt. Um sich in das Uni-Netzwerk per WLAN einzubuchen und eventuelle Druckerdienste dort zu benutzen, sollte man sich frühzeitig an die notwendige Stelle der Hochschule wenden. Dann ist die eigene Lernorganisation wichtig. Man wird nicht mehr angetrieben zu lernen und man bekommt häufig von keinem Lehrer mehr jede Woche gesagt, dass man seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Diese neue Freiheit verleitet einen häufig dazu, die Übungen und das Nachbereiten des Stoffes schleifen zu lassen und sich mehr der Freizeit zu widmen. Das rächt sich bitter am Ende des Semesters, wo man dann in der Prüfung eine schlechte Note bekommt oder sogar durch diese durchfällt. Für viele Studierende liegt hier der Frust des Studiums, dass man einfach nicht weiterkommt, weil die Lernorganisation nicht klappen will und man den Stoff nicht fassen kann. Deshalb ist es wichtig, wenn man nicht mehr weiterkommt, sich frühzeitig Hilfen zu schaffen. Entweder man liest einen Ratgeber über Studiumsmotivation und Studiumsarbeit oder man trifft sich mit Kommilitonen und löchert sie mit Fragen. Das nützt nicht nur einem selbst etwas, sondern auch den Kommilitonen, denn diese werden häufig mit Fragen dann bedrängt, die sie selbst gar nicht beantworten können und dann geht man gemeinsam hin und erarbeitet das Thema.

Auf jeden Fall sollte man bei den vielfältigen Anforderungen des Studentenlebens, welches auf einen jungen Erwachsenen zukommt, nicht den Kopf hängen lassen, wenn es mal nicht so klappt, wie gewollt. Die meisten Studenten drehen so quasi eine Ehrenrunde, was aber später überhaupt nicht auffällt.

Schlecht gestellt sind jene Studenten/Studentinnen, die neben dem Studium auch noch arbeiten müssen. Hier kommt eine neue Belastung auf einen zu. Informatikstudenten können dies aber sehr gut mit ihren Studieninhalten kombinieren, wo man im Arbeitsleben diese Inhalte gleich ausprobieren kann, wenn man beispielsweise schon als Softwareentwickler nebenberuflich unterwegs ist und hier ein Salär bekommt. Solche Inhalte sind dann später nach dem Studium auch gut als Zusatzqualifikation für den neuen Job verkaufbar. Man ist kein Anfänger mehr, sondern hat schon eine gewisse Berufserfahrung und sogar ein entsprechendes Arbeitszeugnis.

Inhalte des Informatikstudiums

Aktuell ist das Fach Informatik ein boomendes Studienfach. Im Einhergehen der Digitalisierung unserer Gesellschaft werden immer mehr Fachkräfte benötigt, die es verstehen, mit der modernen Technik umzugehen und entsprechende Software zu entwickeln.

Ursprünglich kam die Informatik noch ganz ohne Computer aus. Informatik ist ein Kunstwort aus den beiden Teilen Informatik und Automatisch. Es geht also in diesem Fachbereich darum, Informationen automatisch zu bearbeiten. Hierfür ist kein Computer nötigt, sondern Informatik begann mit den ersten Rechenmaschinen, die das Addieren und Subtrahieren in Buchhaltungsaufgaben vereinfacht haben, so dass die Kopfrechenarbeiten wegfielen und sich auch weniger Fehler einschlichen. Erst im Nachhinein entwickelte sich der Mikrocontroller und damit der Computer, der sich ideal dazu eignet Information zu verarbeiten und der heutzutage im Zentrum eines Informatikstudiums steht.

So geht es neben dem Aufbau eines solchen Computersystems im Informatikstudium um eine ganze Reihe von Algorithmen, die auf solchen Computersystemen zur Anwendung kommen können. Die Informationsmenge ist mit den größeren Speichermedien in den letzten Jahren rasant gestiegen und so spricht man heute von Big Data. Es sind Unmengen an Daten verfügbar und diese gilt es, zunächst einmal zu speichern und dann auch mit entsprechenden Algorithmen, häufig verteilt auf mehrere physische Rechnersysteme auszuwerten. Aber auch zu ganz einfachen Aufgaben werden Informatiker herangezogen, bei denen noch nicht so viele Informationen anfallen, wie beispielsweise der Ausprogrammierung von kleineren Unternehmenswebseiten, von Kommunikationslösungen über beispielsweise Email oder kleineren Programmen zur Kundenverwaltung. Der Grund hierfür ist, dass auch schon bei wenigen Daten aus der Informatik ein Nutzen entsteht, wenn diese Daten nicht mehr mit Karteikarten verwaltet oder per Brief versendet werden müssen.

Der Fachbereich Informatik teilt sich in zwei große Teilbereiche auf. Dies ist zum einen die theoretische Informatik, in welcher es um Komplexität von Algorithmen geht und darum Beweise zu erbringen, warum Probleme lösbar sind und andere Probleme nicht lösbar sind. Der Bereich der theoretischen Informatik beinhaltet ein hohes Maß an Mathematik. In dem anderen Teilbereich der Informatik geht es um die praktische Umsetzung der Informatik. Es geht darum, reale Ergebnisse zu bekommen. Das beginnt bei dem Design von Algorithmen auf dem Papier bis zur Umsetzung derselben.

Viele verstehen einen Informatiker als einen Menschen, der in seinem stillen Kämmerlein mit seinem Computer beschäftigt ist und hier seine Arbeit tut. Dies ist jedoch ein falscher Blick auf einen Informatiker. Viele Informatiker werden nach ihrem Studium Softwareentwickler. Gerade in der Softwareentwicklung ist es nötig, hochgradig zu kommunizieren. So müssen Softwareentwickler eine Art Übersetzerrolle zwischen den jeweiligen Fachabteilungen und der Welt der Computer einnehmen. Softwareentwickler verfügen hierbei über Methoden, Kenntnisse über die Anforderungen an ein Softwareprodukt zu sammeln und die Planung der Entwicklung des Produktes zu steuern.

Besonders wichtig ist hierbei eine logische und rationale Denkweise und Herangehensweise an die Aufgabe. Für das Studium sollte ein Informatiker eine gewisse Kenntnis an Mathematik mitbringen bzw. sich für dieses Fach begeistern lassen.

Leider ist es so, dass gerade ein Informatikstudium mit hohen Abbrecherraten zu kämpfen hat. Dies ist zum einen so, weil sich viele Erstsemesterstudenten/innen denken, dass sie hierin sehr schnell und ohne viel Aufwand viel Geld verdienen können. Viele unterschätzen den Gewichtung des logischen Denkens, welches gefordert wird. Ein Softwareentwickler geht hin und schaut sich Prozesse, die sowieso schon in unserer Umwelt schon existieren, an und verallgemeinert diese, damit sie automatisiert durch den Computer ablaufen können. Es ist klar, dass dafür die Prozesse vollständig durchdrungen sein müssen und er durch die Beobachtung der einzelnen Teilnehmer an diesen Prozessen selbst mehr Wissen ansammeln muss, als diese Teilnehmer sogar selbst haben.

Berufsaussichten eines Informatikers

Die Berufsaussichten eines Informatikers sind vielfältig. Die Nutzung von Computern ist mittlerweile in jede Branche durchgedrungen. Dementsprechend kann er als ein Softwareentwickler in einer Vielzahl an Unternehmen tätig werden. Auch in der Forschung kann er auf interessante Jobs hoffen. Da das Studium nicht einfach ist und entsprechende Qualitäten entwickelt werden müssen, werden die Stellen gut bezahlt. Es lohnt sich also, Informatik zu studieren.